
Eine innergemeinschaftliche Lieferung ist ein steuerfreier Verkauf von Waren von einem EU-Mitgliedstaat an ein Unternehmen in einem anderen EU-Mitgliedstaat. Voraussetzung ist, dass beide Parteien eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) besitzen.
Im Steuerrecht der Europäischen Union gilt das Bestimmungslandprinzip. Das heißt für dich: Wenn du Ware an einen Geschäftskunden (B2B) im EU-Ausland versendest, musst du unter bestimmten Voraussetzungen keine Umsatzsteuer auf deiner Rechnung ausweisen.
Damit das Finanzamt diese Steuerfreiheit akzeptiert, müssen drei Dinge passieren:
Die Steuerschuld geht in diesem Fall auf den Käufer über (das sogenannte „Reverse-Charge-Verfahren“). Du stellst eine Netto-Rechnung aus, und der Käufer versteuert den Kauf in seinem Land.
Als Amazon-Seller betrifft dich dieses Thema häufiger, als du vielleicht denkst. Es gibt zwei Szenarien, bei denen Fehler teuer werden können:
Immer mehr Firmen kaufen über Amazon ein. Verkaufst du beispielsweise aus deinem deutschen Lager an eine Firma in Österreich, liegt eine innergemeinschaftliche Lieferung vor.
Das Risiko: Stellst du hier versehentlich eine Rechnung mit deutscher Mehrwertsteuer aus oder prüfst die USt-IdNr. des Käufers nicht, schuldest du dem Finanzamt im schlimmsten Fall die Steuer, obwohl du sie vom Kunden gar nicht erhalten hast. Zudem droht Ärger bei der Betriebsprüfung.
Das ist der komplexeste Teil. Wenn du die Lagerung durch Amazon (FBA) nutzt, verschiebt Amazon deine Ware oft zwischen Logistikzentren in verschiedenen Ländern (z. B. von Deutschland nach Polen).
Die Falle: Steuerlich gesehen verkaufst du die Ware in diesem Moment „an dich selbst“ im Ausland. Das nennt man „innergemeinschaftliches Verbringen“. Es wird steuerlich fast genauso behandelt wie eine innergemeinschaftliche Lieferung. Du musst diesen Vorgang dokumentieren und in deiner Steuererklärung (Zusammenfassende Meldung) angeben. Übersiehst du das, drohen hohe Nachzahlungen und Bußgelder.
Achtung Steuerfalle: Das "Verbringen" von Ware zwischen Amazon-Lagern ist der häufigste Fehler bei PAN-EU. Wenn du diesen Prozess nicht verstehst, drohen hohe Nachzahlungen. Lies unseren Deep-Dive dazu: Amazon FBA Steuer: PAN-EU & CEE – So navigierst du sicher durch das Steuerlabyrinth
Stell dir vor, du verkaufst hochwertige Büro-Monitore. Eine Grafikagentur aus Paris bestellt über Amazon Business fünf Monitore bei dir. Dein Lager ist in Deutschland.
Gerade im Amazon-Geschäft ist es manuell kaum möglich, jede USt-IdNr. zu prüfen oder jede Lagerbewegung von Amazon nachzuvollziehen. Amainvoice nimmt dir diesen komplexen Aufwand komplett ab und automatisiert deine Buchhaltung:
Fazit: Mit Amainvoice wird die innergemeinschaftliche Lieferung vom bürokratischen Albtraum zum automatischen Standardprozess.
Teste Amainvoice jetzt 14 Tage kostenfrei.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Wende dich für deine individuelle Situation an einen qualifizierten Steuerberater.