Amazon FBA Umsatzsteuer: So schützt du dein Wachstum vor Steuerfallen

Amazon FBA vereinfacht die Logistik, erhöht aber die Anforderungen an Umsatzsteuer und Buchhaltung. Der Artikel zeigt, wie du Lagerpflichten, OSS, Rechnungen und Settlement Reports strukturiert verarbeitest und Amainvoice als Brücke zu DATEV nutzt.
Textgrafik mit dem Titel 'Umsatzsteuer bei Amazon FBA: Wachstum ohne Steuerfallen' und dem Logo 'amainvoice part of commerce' auf blauem Hintergrund

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lagerort entscheidet: Bei EFN, CEE und Pan-EU gelten unterschiedliche umsatzsteuerliche Regeln. Sobald Amazon Waren in ausländischen Fulfillment-Centern lagert, können lokale Registrierungen und laufende Meldungen erforderlich werden.
  • OSS ersetzt nicht jede Registrierung: Das OSS-Verfahren gilt nur für bestimmte grenzüberschreitende B2C-Fernverkäufe. Lagerbewegungen, lokale Verkäufe aus dem Auslandslager und B2B-Transaktionen fallen nicht vollständig darunter.
  • Amazon-Auszahlungen sind keine Buchungen: Ein Settlement-Bericht fasst Umsätze, Gebühren, Retouren und weitere Positionen zusammen. Für eine korrekte Finanzbuchhaltung müssen diese Bestandteile getrennt und nach Leistungsdatum erfasst werden.
  • Automatisierung schafft Sicherheit: Amainvoice bereitet Amazon-Daten für die Finanzbuchhaltung auf, unterstützt USt-IdNr.-Prüfungen, E-Rechnungen und die Übergabe an DATEV.

Amazon FBA vereinfacht deine Logistik, macht die Umsatzsteuer aber deutlich komplexer. Ausländische Lager, grenzüberschreitende Verkäufe und umfangreiche Abrechnungsdaten können schnell zu Registrierungs- und Meldepflichten führen. Mit einer klaren steuerlichen Systematik und automatisierter Buchhaltung behältst du die Kontrolle.

Du möchtest dein Amazon-Geschäft skalieren, ohne bei jeder Expansion neue steuerliche Risiken zu schaffen. FBA nimmt dir zwar Lagerung, Versand und viele operative Aufgaben ab. Die Verantwortung für Umsatzsteuer, Rechnungen und Buchhaltung bleibt jedoch bei dir.

Genau hier entsteht der typische Datendschungel: Amazon verteilt Waren auf verschiedene Länder, verarbeitet Transaktionen über mehrere Marktplätze und fasst zahlreiche Geschäftsvorgänge in einem Auszahlungsbericht zusammen. Wer diese Daten nur als Nettoüberweisung verbucht, verliert den Überblick über Umsätze, Gebühren, Steuersätze und offene Pflichten.

Damit deine Amazon FBA Umsatzsteuer nicht zum Wachstumsrisiko wird, musst du zuerst die Logistikprogramme und danach die einzelnen Transaktionsarten betrachten.

Amazon FBA Umsatzsteuer: Der Lagerort bestimmt deine Pflichten

Beim Versand durch den Händler, also Fulfillment by Merchant (FBM), behältst du die Kontrolle über deine Lagerorte. Bei Fulfillment by Amazon (FBA) übernimmt Amazon dagegen die Lagerung und Verteilung deiner Waren.

Das ist operativ bequem. Steuerlich kann es weitreichende Folgen haben.

Amazon nutzt europäische Logistiknetzwerke, um Warenbestände auf verschiedene Fulfillment-Center zu verteilen. Je nach Programm kann deine Ware deshalb in mehreren EU-Mitgliedstaaten liegen. Die physische Einlagerung im Ausland begründet in der Regel einen steuerlichen Anknüpfungspunkt. Dadurch können eine lokale Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und regelmäßige Umsatzsteuererklärungen im jeweiligen Lagerland erforderlich werden.

Auch die Einfuhr aus einem Nicht-EU-Land musst du steuerlich berücksichtigen. Werden Waren aus einem Drittstaat an ein Amazon-Fulfillment-Center geliefert, beginnt die steuerliche Betrachtung bereits vor dem Verkauf. Importeur, Zollwert, Einfuhrumsatzsteuer und EORI-Nummer müssen korrekt zugeordnet werden. Besonders wichtig ist, welches Unternehmen als Importeur auftritt und wer die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen kann.

EFN, CEE und Pan-EU im steuerlichen Vergleich

Infografik zu Amazon FBA mit drei Lagerort-Optionen EFN, CEE und PAN-EU, die verschiedene Lagerhäuser und Länderflaggen zeigen, sowie einem Hinweis zur Prüfung des Lagerlands mit Aufzählung von Registrierung, lokalen Meldungen und Warenbewegungen.

Beim European Fulfillment Network (EFN) verbleibt dein Warenbestand grundsätzlich im Heimatland. Amazon versendet die Ware grenzüberschreitend an Kunden in anderen europäischen Ländern. Im B2C-Bereich handelt es sich dabei typischerweise um Fernverkäufe.

Beim Central and Eastern Europe Programm (CEE) kann Amazon Waren in Deutschland, Polen und Tschechien lagern. Dadurch entstehen in allen drei Ländern eigene steuerliche Berührungspunkte.

Beim Pan-European FBA (Pan-EU) verteilt Amazon den Bestand auf mehrere europäische Länder. Dazu können unter anderem Deutschland, Polen, Tschechien, Frankreich, Italien und Spanien gehören. Für dich bedeutet das eine deutlich komplexere Struktur aus Registrierungen, Erklärungen und Nachweisen.

⚠️ Amainvoice Warnung: Der Lagerort ist kein Detail
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Prüfe regelmäßig, in welchen Ländern Amazon deinen Warenbestand lagert. Eine neue Lagerregion kann zusätzliche Umsatzsteuerpflichten auslösen, auch wenn du selbst keinen Lagerstandort im Ausland eröffnet hast.

Innergemeinschaftliche Verbringung richtig behandeln

Wenn Amazon deine Ware von einem Fulfillment-Center in ein anderes EU-Land umlagert, liegt in der Regel kein Verkauf an einen Kunden vor. Steuerlich handelt es sich um eine innergemeinschaftliche Verbringung eigener Waren.

Dabei wird die Warenbewegung wie eine innergemeinschaftliche Lieferung im Abgangsland und wie ein innergemeinschaftlicher Erwerb im Bestimmungsland behandelt. Die Verbringung muss korrekt dokumentiert und in der Zusammenfassenden Meldung erfasst werden.

Dafür brauchst du unter anderem:

  • die gültige eigene USt-IdNr. des Bestimmungslands,
  • eine wertmäßige Dokumentation der Warenbewegung,
  • geeignete Pro-forma-Rechnungen,
  • die korrekte Erfassung in den lokalen Meldungen,
  • gegebenenfalls zusätzliche statistische Meldungen wie Intrastat.

Fehlt zum Zeitpunkt der Warenbewegung eine gültige USt-IdNr. im Zielland oder wird die Zusammenfassende Meldung nicht korrekt abgegeben, kann die Steuerbefreiung entfallen. Dann drohen Nachversteuerungen, Säumniszuschläge und Bußgelder.

Warum das OSS-Verfahren bei Amazon FBA nicht ausreicht

Das One-Stop-Shop-Verfahren, kurz OSS, erleichtert die Meldung bestimmter grenzüberschreitender B2C-Umsätze. Nach Überschreiten der EU-weiten Schwelle von 10.000 Euro kannst du die Umsatzsteuer auf bestimmte Fernverkäufe zentral über das Bundeszentralamt für Steuern melden und abführen.

Das spart Verwaltungsaufwand. Es ersetzt aber nicht automatisch alle lokalen Umsatzsteuerregistrierungen.

Welche FBA-Vorgänge nicht über OSS laufen

OSS gilt ausschließlich für bestimmte innergemeinschaftliche Fernverkäufe an private Endkund:innen. Andere Vorgänge müssen weiterhin über lokale Registrierungen oder separate Meldungen behandelt werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • innergemeinschaftliche Verbringungen in ein eigenes ausländisches Lager,
  • lokale Verkäufe aus einem ausländischen Lager an Kund:innen im selben Land,
  • bestimmte B2B-Lieferungen,
  • lokale Eingangsleistungen und Lagergebühren,
  • der Vorsteuerabzug auf ausländische Kosten.

Dabei ist B2B nicht gleich B2B: Bei grenzüberschreitenden B2B-Lieferungen entscheiden nicht nur das Versand- und das Bestimmungsland. Auch der Status des Abnehmers, die konkrete Warenbewegung und die angewendete Umsatzsteuerregelung spielen eine Rolle. Je nach Fall kann beispielsweise eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung, das Reverse-Charge-Verfahren oder eine lokale Umsatzsteuerpflicht greifen.

B2B-Vorgänge solltest du deshalb getrennt von B2C- und OSS-Prozessen modellieren und prüfen. Wenn du Waren im Rahmen von CEE oder Pan-EU in anderen Ländern lagerst, brauchst du deshalb häufig weiterhin lokale Umsatzsteuer-Identifikationsnummern. Das OSS-Verfahren kann dann nur einen Teil deiner steuerlichen Prozesse abdecken.

Umsatzsteuer nach Transaktionsart trennen

Eine korrekte Amazon FBA Buchhaltung beginnt mit der Zuordnung jeder Transaktion. Nicht jeder Umsatz in einem Amazon-Bericht hat denselben Leistungsort oder denselben Steuersatz.

Für eine saubere Verarbeitung musst du mindestens unterscheiden zwischen:

  • Verkäufen aus dem deutschen Lager,
  • grenzüberschreitenden B2C-Fernverkäufen,
  • lokalen Verkäufen aus ausländischen Lagern,
  • B2B-Lieferungen,
  • Warenverbringungen,
  • Erstattungen und Retouren,
  • Gebühren und sonstigen Amazon-Leistungen.

Diese Unterscheidung ist manuell nur schwer zuverlässig umzusetzen. Eine Tax-Tech-Lösung kann die Amazon-Daten nach Ländern, Steuersätzen und Transaktionsarten aufbereiten und für die weitere Buchhaltung strukturieren.

Amazon-Rechnungen, VCS und E-Rechnungspflicht

Die Rechnungsstellung auf Amazon beeinflusst deine Steuer-Compliance unmittelbar. Amazon bietet dafür unterschiedliche Modelle an. Sie unterscheiden sich vor allem bei Steuerberechnung, Belegerstellung und Kontrolle über die Rechnungsnummern.

Amazon VCS

Beim nativen Amazon Umsatzsteuer-Berechnungsservice übernimmt Amazon die Steuerberechnung und erstellt Rechnungen im Namen des Händlers. Dabei kommen Amazon-Nummernkreise zum Einsatz.

Das kann den Rechnungsprozess vereinfachen. Die steuerliche Verantwortung bleibt jedoch beim Händler. Amazon schließt eine Haftung für fehlerhafte Rechnungen in seinen Nutzungsbedingungen aus. Prüfe deshalb, ob die ausgestellten Rechnungen zu deiner steuerlichen Struktur und zu den Anforderungen deiner Geschäftskunden passen.

Amazon VCS Lite

Bei VCS Lite berechnet Amazon die Steuer und stellt die Steuerwerte über eine Schnittstelle bereit. Ein externes System erstellt daraus die eigentlichen Rechnungen mit eigenem Layout und einem eigenen fortlaufenden Nummernkreis.

Amainvoice unterstützt VCS Lite und kann die Rechnungsdaten für die weitere Verarbeitung aufbereiten. So behältst du mehr Kontrolle über deine Belege, ohne auf die Funktionen des Amazon-Rechnungsprozesses zu verzichten.

Invoice Document Uploader

Der Invoice Document Uploader, kurz IDU, ermöglicht eine noch stärkere Kontrolle über die Rechnungserstellung. In Verbindung mit einer Tax Engine kann ein externes System die steuerliche Qualifikation durchführen, die Rechnung erzeugen und das fertige Dokument automatisiert an Seller Central übermitteln.

Amainvoice unterstützt diesen Prozess. Das System kann Rechnungsdokumente mit eigenen Nummernkreisen erstellen und an Amazon zurückspielen. Dadurch lassen sich Rechnungsstellung, Dokumentation und Buchhaltung besser aufeinander abstimmen.

Was sich bei E-Rechnungen ändert

Im B2B-Bereich müssen Unternehmen seit Januar 2025 strukturierte elektronische Rechnungen empfangen können. Für die Ausstellung gelten Übergangsfristen. Weitere Stufen greifen ab 2027 und 2028.

Eine reine PDF-Datei ist keine strukturierte E-Rechnung. Formate wie ZUGFeRD verbinden ein lesbares PDF mit einem standardisierten XML-Datensatz. Auch XRechnung gehört zu den relevanten Formaten für elektronische Rechnungen.

Wenn dein Rechnungsprozess diese Anforderungen nicht abbildet, können Geschäftskunden Belege ablehnen. Außerdem kann eine nicht ordnungsgemäße Rechnung den Vorsteuerabzug des Empfängers gefährden. Amainvoice unterstützt ZUGFeRD und XRechnung und hilft dir dabei, deine Amazon-Rechnungen für die E-Rechnungspflicht vorzubereiten.

Amazon-Abrechnungsberichte korrekt verbuchen

Amazon zahlt dir nicht einfach deinen Umsatz aus. Ein zweiwöchentlicher Settlement-Bericht verrechnet zahlreiche Positionen miteinander. Dazu gehören beispielsweise:

  • Umsatzerlöse,
  • Retouren und Erstattungen,
  • FBA-Logistikgebühren,
  • Verkaufsgebühren,
  • Werbekosten,
  • Sicherheitseinbehalte,
  • sonstige Belastungen und Gutschriften.

Am Ende bleibt eine Nettoüberweisung. Genau diese Summe auf das Bankkonto zu buchen, ist jedoch keine vollständige Finanzbuchhaltung.

Warum die Nettoauszahlung nicht genügt

Durch die reine Erfassung des Auszahlungsbetrags werden Umsätze und Kosten miteinander saldiert. Das kann gegen das Saldierungsverbot verstoßen und verzerrt die steuerliche Bemessungsgrundlage.

Für deine Buchhaltung müssen die einzelnen Bestandteile des Settlement Reports getrennt erfasst werden. Erlöse, Gebühren, Retouren und Steuerbeträge gehören auf unterschiedliche Konten. Nur so bleiben die Geschäftsvorgänge nachvollziehbar.

Auch das Leistungsdatum spielt eine wichtige Rolle. Bei der Sollversteuerung müssen Umsätze und Gebühren der Periode zugeordnet werden, in der die Leistung erbracht wurde. Amazon-Auszahlungszeiträume überschneiden sich jedoch regelmäßig mit Monats- oder Jahresgrenzen.

Eine korrekte Amazon FBA Buchhaltung braucht deshalb:

  1. eine transaktionsgenaue Aufteilung des Settlement Reports,
  2. separate Kontierungen für Erlöse, Gebühren und Erstattungen,
  3. die Zuordnung zu den richtigen Steuersätzen und Ländern,
  4. eine Verarbeitung nach Leistungsdatum,
  5. nachvollziehbare Verrechnungskonten für die Auszahlung,
  6. archivierte Belege und Rohdaten für spätere Prüfungen.

Rundungsdifferenzen auf Sendungsebene

Amazon berechnet die Umsatzsteuer bei bestimmten Vorgängen auf Sendungsebene. Bei Bestellungen mit mehreren Artikeln können dadurch Rundungsdifferenzen zwischen den Rohdaten und den Rechnungssummen entstehen.

Eine monatliche Sammelbuchung bildet solche Abweichungen nicht zuverlässig ab. Für eine belastbare Dokumentation ist es sinnvoll, die Transaktionen bis auf Zeilen- oder Belegebene aufzuschlüsseln.

So kannst du nachvollziehen, wie sich die Rechnungssumme zusammensetzt und welcher Steuerbetrag zu welchem Geschäftsvorgang gehört.

💡 Amainvoice Insider-Tipp: Settlement Reports nicht manuell zerlegen  
Nutze eine automatisierte Verarbeitung, die Amazon-Auszahlungen in ihre Einzelbestandteile aufteilt. Dadurch bleiben Gebühren, Umsätze und Steuerbeträge getrennt nachvollziehbar und können nach Leistungsdatum an deine Buchhaltung übergeben werden.

DATEV-Integration und automatisierte Finanzbuchhaltung

Die steuerliche Komplexität endet nicht bei Amazon. Die aufbereiteten Daten müssen in deine Finanzbuchhaltung und in die Prozesse deiner Steuerkanzlei gelangen.

Für die Kontierung werden die Transaktionen nach Steuersätzen, Leistungsorten und Gebührenarten aufgeteilt. Anschließend müssen sie den passenden DATEV-Automatikkonten oder Buchungsschlüsseln in SKR03 oder SKR04 zugeordnet werden.

Bei OSS-Fernverkäufen kommen beispielsweise eigene Steuersammelkonten und Buchungsschlüssel zum Einsatz. Wichtig ist, dass im Buchungsstapel das Leistungsdatum verarbeitet wird. Sonst können Umsätze und Gebühren in der falschen Periode landen.

Amainvoice als sichere Brücke

Amainvoice verbindet die Massendaten aus Amazon Seller Central mit der professionellen Finanzbuchhaltung. Die Software importiert Transaktionen, Abrechnungsberichte, Retouren und Lagerbewegungen aus den angebundenen Amazon-Marktplätzen.

Anschließend werden die Daten strukturiert und für die Buchhaltung aufbereitet. Dazu gehören unter anderem:

  • die Aufteilung von Amazon-Auszahlungen,
  • die Trennung von Erlösen und Gebühren,
  • die Vorkontierung für SKR03 und SKR04,
  • die Erfassung von Warenverbringungen,
  • die Dokumentation von USt-IdNr.-Prüfungen,
  • die Vorbereitung von OSS- und weiteren Meldedaten,
  • die Verarbeitung von Rechnungs- und Belegdokumenten.

Für eine belastbare Buchhaltung reicht es jedoch nicht, lediglich die richtigen Konten zu bebuchen. Für jeden relevanten Geschäftsvorfall sollte nachvollziehbar sein, wie sich der Buchungsbetrag aus Bestellung, Warenbewegung, Steuer, Rechnung, Gebühren, Erstattung und Auszahlung zusammensetzt.

Gerade bei Amazon sollten Rohdaten, Reports, Belege und Buchungssätze miteinander verknüpft werden. So bleibt auch später nachvollziehbar, wie einzelne Beträge entstanden sind und wie sie in die Buchhaltung eingeflossen sind.

Für die USt-IdNr.-Prüfung unterstützt Amainvoice eine qualifizierte Prüfung über das Bundeszentralamt für Steuern. Die Nachweise können dokumentiert und für spätere Rückfragen aufbewahrt werden.

Übergabe an DATEV

Über die DATEV-Schnittstelle lassen sich vorkontierte Buchungsstapel digital an DATEV Kanzlei-Rechnungswesen übergeben. Dazu gehören Daten zu Erlösen, Auszahlungen, Gebühren und Warenbewegungen.

Auch digitale Belegbilder können an DATEV Unternehmen online beziehungsweise Belege online übertragen und mit Buchungssätzen verknüpft werden. Das reduziert manuelle Übertragungen und gibt deiner Steuerkanzlei eine strukturierte Datenbasis.

Die Archivierung unterstützt außerdem eine langfristige Nachvollziehbarkeit über die Speicherdauer von Amainvoice hinaus. Damit bleiben relevante Rechnungen, Belege und Buchungsinformationen für Prüfungen und spätere Auswertungen verfügbar.

Für Händler und Kanzleien bedeutet das: weniger Excel-Dateien, weniger manuelle Korrekturen und ein klarerer Übergang von Amazon-Daten zur Finanzbuchhaltung. Besonders bei mehreren Marktplätzen, Ländern oder Gesellschaften wird dieser standardisierte Datenfluss wichtig.

So bereitest du deine Amazon FBA Buchhaltung vor

Bevor du ein neues FBA-Programm startest oder in weitere Länder expandierst, solltest du deine steuerliche und buchhalterische Struktur prüfen.

1. Lagerländer feststellen

Ermittle, in welchen Ländern Amazon deinen Bestand tatsächlich lagert. Verlasse dich dabei nicht nur auf deine ursprüngliche Programmeinstellung. Die Lagerverteilung kann sich im laufenden Betrieb verändern.

2. Registrierungen und Meldepflichten abgleichen

Prüfe, für welche Lagerländer du eine USt-IdNr. brauchst und welche lokalen Erklärungen anfallen. Berücksichtige auch Warenverbringungen, Intrastat und nationale Sonderformate wie JPK_V7 in Polen.

3. Transaktionsarten definieren

Ordne Verkäufe, Retouren, Gebühren, Verbringungen und B2B-Transaktionen getrennt zu. Lege fest, wann OSS verwendet wird und welche Vorgänge lokal gemeldet werden müssen.

4. Rechnungsprozess auswählen

Bewerte, ob Amazon VCS, VCS Lite oder der Invoice Document Uploader zu deinem Geschäftsmodell passt. Berücksichtige dabei Nummernkreise, E-Rechnungsformate, B2B-Anforderungen und die Frage, wer die steuerliche Logik kontrolliert.

5. Buchhaltungsdaten automatisieren

Überführe Settlement Reports nicht per Hand in deine Buchhaltung. Eine automatisierte Lösung kann die Daten nach Leistungsdatum, Land, Steuersatz und Gebührenart aufteilen und an DATEV übergeben.

6. Historische Risiken prüfen

Wenn du bereits länger mit FBA arbeitest, kann eine rückwirkende Analyse sinnvoll sein. Dabei lassen sich unter anderem nicht erkannte Auslandspflichten, fehlerhafte OSS-Zuordnungen oder fehlende Verbringungsnachweise identifizieren.

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🛡️ Amainvoice Experten-Tipp: Erst analysieren, dann skalieren  
Lass deine bisherigen Amazon-Transaktionen prüfen, bevor du neue Lagerländer oder FBA-Programme aktivierst. So erkennst du offene Risiken frühzeitig und baust deine Buchhaltung auf einer belastbaren Datenbasis auf.

Skaliere mit Kontrolle statt Steuerstress

Amazon FBA Umsatzsteuer ist kein einzelner Prozess. Lagerorte, Warenbewegungen, B2C- und B2B-Verkäufe, Rechnungen und Settlement Reports greifen ineinander. Schon eine falsche Zuordnung kann zu Nachfragen, Korrekturen oder zusätzlichen Steuerzahlungen führen.

Eine automatisierte Tax-Tech-Lösung schafft die notwendige Verbindung zwischen Amazon Seller Central und deiner Finanzbuchhaltung. Amainvoice bereitet die Daten auf, unterstützt die Rechnungsstellung mit VCS Lite und IDU, dokumentiert qualifizierte USt-IdNr.-Prüfungen und übergibt Buchungsdaten an DATEV.

So entlastest du deine Steuerkanzlei und schützt dein Unternehmen vor einem manuellen Datendschungel. Teste Amainvoice jetzt unverbindlich und bringe deine Amazon FBA Buchhaltung auf eine verlässliche Grundlage.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Wende dich für deine individuelle Situation an einen qualifizierten Steuerberater.

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Häufig gestellte Fragen zur Amazon FBA Umsatzsteuer

Bei der Amazon FBA Umsatzsteuer ist vor allem entscheidend, in welchem Land deine Waren lagern und von wo aus sie an Kunden versendet werden. Ausländische Fulfillment-Center können lokale Umsatzsteuerregistrierungen und laufende Meldepflichten auslösen. Zusätzlich musst du zwischen B2C-Fernverkäufen, lokalen Verkäufen, B2B-Lieferungen und Warenverbringungen unterscheiden.

Nein, das OSS-Verfahren deckt nicht alle Amazon-FBA-Vorgänge ab. Es gilt grundsätzlich für bestimmte grenzüberschreitende B2C-Fernverkäufe, nicht aber für Warenverbringungen, lokale Verkäufe aus ausländischen Lagern oder sämtliche B2B-Transaktionen. Auch der Vorsteuerabzug auf ausländische Kosten erfolgt nicht über OSS.

Amazon-Händler müssen im B2B-Geschäft die jeweils geltenden Anforderungen an strukturierte elektronische Rechnungen berücksichtigen. Eine reine PDF-Datei genügt für eine strukturierte E-Rechnung nicht. Formate wie ZUGFeRD oder XRechnung können die notwendigen strukturierten Daten enthalten; Amainvoice unterstützt beide Formate.

Ja, die Lagerung von Waren im Rahmen von Pan-EU kann Umsatzsteuerregistrierungen in mehreren EU-Ländern erforderlich machen. Amazon verteilt den Bestand auf verschiedene Fulfillment-Center, wodurch in den jeweiligen Lagerländern steuerliche Pflichten entstehen können. Welche Registrierungen und Meldungen konkret notwendig sind, hängt von deiner individuellen Struktur und den lokalen Regeln ab.

Amazon Settlement Reports müssen in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt werden. Umsätze, Gebühren, Retouren, Erstattungen und Sicherheitseinbehalte werden getrennt erfasst und nach Steuersatz, Leistungsort und Leistungsdatum zugeordnet. Die reine Verbuchung der Nettoauszahlung bildet die Geschäftsvorgänge nicht vollständig ab.

Amainvoice importiert Amazon-Transaktionen, Settlement Reports, Retouren und Lagerbewegungen und bereitet sie für die Finanzbuchhaltung auf. Die Lösung unterstützt unter anderem die qualifizierte USt-IdNr.-Prüfung, die Verarbeitung von VCS Lite und IDU, E-Rechnungen sowie die Übergabe vorkontierter Buchungsdaten an DATEV. Dadurch erhalten Händler und Steuerkanzleien eine strukturierte Grundlage für die weitere Buchhaltung.