.webp)
Amazon überweist dir alle 14 Tage einen Sammelbetrag auf dein Bankkonto. Dieser Betrag ist das Saldo aus Tausenden von Einzeltransaktionen: Verkäufe, Retouren, FBA-Lagergebühren, Werbekosten, Versandgebühren und mehr. Einen Einzelbeleg für jeden Vorgang gibt es nicht.
Technisch stellt Amazon seit dem 25. März 2026 ausschließlich das Format Flat File V2 (technischer Name: GET_V2_SETTLEMENT_REPORT_DATA_FLAT_FILE_V2) zur Verfügung. Ältere XML- und Standard-Flat-File-Abrechnungen wurden von Amazon vollständig eingestellt. Im Seller Central ist der Bericht unter "Berichte > Zahlungen" abrufbar. In der Praxis ist er das zentrale Dokument für deine Amazon-Buchhaltung. Und gleichzeitig die größte Fehlerquelle.
Das Grundproblem: Der Abrechnungsbericht ist kein Primärbeleg im Sinne der GoBD. Er erfüllt die Anforderungen einer revisionssicheren Buchführung nach §§ 238 ff. HGB und der GoBD nicht von Haus aus. Für das Finanzamt brauchst du jedoch genau das: eine vollständige, nachvollziehbare Dokumentation jeder einzelnen Transaktion.
Amainvoice löst dieses Problem an der Wurzel: Die Software importiert den Abrechnungsbericht automatisch via Amazon-API, schlüsselt ihn in alle Bestandteile auf und erstellt GoBD-konforme Ersatzbelege – ohne manuellen Aufwand. Mehr dazu weiter unten.

Ein typischer Amazon Abrechnungsbericht enthält folgende Hauptkategorien:
Jede dieser Kategorien muss auf ein eigenes Buchungskonto gebucht werden – Erlöse auf Erlöskonten, Gebühren auf entsprechende Aufwandskonten, Retouren als Erlösminderung. Eine pauschale Verbuchung als „Amazon-Einnahme" ist buchhalterisch falsch und GoBD-inkonform.
Im Abrechnungsbericht taucht regelmäßig ein Posten auf, der viele Händler und Steuerberater verwirrt: der Current Reserve Amount (auch: „Account Level Reserve" oder „Unavailable Balance").
Amazon behält diesen Betrag ein, um potenzielle Rückerstattungen oder Gebühren abzusichern. Im Folgezeitraum erscheint er als „Previous Reserve Amount Balance" und wird dann ausgezahlt.
Die korrekte Vorgehensweise in der Praxis:
Klingt simpel – ist aber bei hohem Transaktionsvolumen manuell kaum fehlerfrei umzusetzen. Amainvoice übernimmt diese Kontierung automatisch und vollständig.
Der 14-tägige Abrechnungszyklus von Amazon stimmt fast nie mit den Monatsgrenzen überein. Das verletzt den GoB-Grundsatz der Periodenabgrenzung (§ 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB) und macht monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen und Controlling-Auswertungen ungenau.
Ein gängiger Workaround: Manuelles Anstoßen einer Auszahlung am Monatsende. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig. Automatisierte Lösungen wie Amainvoice bereinigen den Perioden-Mismatch durch regelbasierte Abgrenzung – ohne manuelle Eingriffe.
Der Vorsteuerabzug nach Paragraph 15 Absatz 1 UStG ist jedoch nur zulässig, wenn die Rechnung alle Pflichtangaben nach Paragraph 14 Absatz 4 UStG enthält. Viele Amazon-Gebührenbelege weisen keinen eindeutigen Leistungszeitraum aus (beziehungsweise vermischen Rechnungs- und Leistungsdatum). Ohne diesen zwingend erforderlichen Leistungszeitraum droht bei einer Betriebsprüfung die rückwirkende Versagung des Vorsteuerabzugs. Da die Steuer direkt einbehalten wird, die Erstattung durch das Finanzamt aber erst zeitversetzt erfolgt, müssen Händler diesen Liquiditätsentzug in ihrer Finanzplanung berücksichtigen. Um diesen Zeitraum zu verkürzen, empfiehlt sich der Wechsel auf eine monatliche Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung.

Das Problem: Viele Rechnungen der Amazon EU S.à r.l. enthalten kein Leistungsdatum – eine zwingend erforderliche Pflichtangabe. Ohne dieses Datum kann das Finanzamt bei einer Prüfung den Vorsteuerabzug versagen.
Amainvoice prüft automatisch, ob alle Rechnungsangaben vollständig sind, und gibt dir Hinweise, bevor ein Schaden entsteht. Mehr zur aktuellen Rechtslage: Amazon Reverse Charge 2024/2025: Was gilt noch?
Amazon erstattet verlorene oder beschädigte FBA-Ware nur selten proaktiv. Branchenanalysen zeigen: Händler, die ihre FBA-Daten nicht aktiv überwachen, verlieren bis zu 3 % ihres jährlichen Bruttoumsatzes durch unentdeckte Fehler.
Buchhalterisch und umsatzsteuerlich wichtig: FBA-Erstattungen für verloren gegangene oder beschädigte Ware sind keineswegs pauschal steuerfreier Schadenersatz.
Amainvoice erkennt diese Erstattungen automatisch und kontiert sie korrekt. Für das aktive Einfordern von FBA-Rückerstattungen empfehlen wir zusätzlich das MoneyBack-Tool von VentoryOne.
Amazon erstattet Kunden häufig sofort – auch wenn die Ware noch nicht zurückgeschickt wurde. Nach 45 Tagen ohne Rücksendung sollte Amazon automatisch erstatten, aber in der Praxis passiert das nicht immer. Wer diese Fälle nicht aktiv trackt, verliert bares Geld, ohne es zu merken.
Eine manuelle Prüfung bei hohem Volumen ist unrealistisch. Amainvoice bildet Retourenflüsse automatisch ab und macht Abweichungen sichtbar.

Die manuelle Bearbeitung des Amazon Abrechnungsberichts ist bei wachsendem Geschäft keine Option mehr – sie ist eine Haftungsfalle. Amainvoice wurde speziell entwickelt, um genau diese Lücke zu schließen.
Was Amainvoice konkret leistet:

Zukunftssichere E-Rechnungs-Compliance: Seit dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland eine uneingeschränkte Empfangspflicht für strukturierte elektronische Rechnungen (ZUGFeRD/XRechnung) im inländischen B2B-Bereich. Bis Ende 2026 befindet sich die Ausstellungspflicht für B2B-Umsätze in einer Übergangsphase. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von über 800.000 Euro im B2B-Bereich zwingend strukturierte E-Rechnungen ausstellen; ab dem 1. Januar 2028 entfallen sämtliche Übergangsregelungen. Da Amazon-Händler über Programme wie Amazon Business signifikante B2B-Umsätze erzielen, bereitet Amainvoice Ihre Rechnungsdaten schon heute rechtskonform auf. Dies gilt auch im Hinblick auf die europäische Initiative ViDA (VAT in the Digital Age), die ab 2028/2030 schrittweise ein digitales Echtzeit-Meldesystem (Digital Reporting Requirements) für grenzüberschreitende Transaktionen etablieren wird.
Mehr zur nahtlosen DATEV-Zusammenarbeit: DATEV, Steuerberater & Amazon: So optimierst du die Zusammenarbeit
Nicht sicher, ob deine aktuelle Buchhaltung GoBD-konform ist? Fordere jetzt eine kostenlose Buchhaltungsanalyse an – unverbindlich und vertraulich.
Wenn du mit Amazon PAN-EU oder CEE verkaufst, wird die Abrechnung noch komplexer: Lagerverbringungen in andere EU-Länder sind umsatzsteuerlich relevante Vorgänge, die korrekt dokumentiert werden müssen.
Amainvoice erkennt grenzüberschreitende Warenbewegungen automatisch und erstellt die erforderlichen Verbringungslisten. Wichtiger Warnhinweis: Grenzüberschreitende Warenbewegungen (innergemeinschaftliche Verbringungen) können niemals über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) gemeldet werden. Umlagerungen zwischen Amazon-Lagern müssen zwingend über lokale Umsatzsteuerregistrierungen im jeweiligen Abgangs- und Empfangsland deklariert werden. Über das OSS-Verfahren dürfen ausschließlich grenzüberschreitende B2C-Fernverkäufe an Privatpersonen im EU-Ausland gemeldet werden.
Alle Details dazu: Amazon FBA Steuer: PAN-EU & CEE – So navigierst du sicher durch das Steuerlabyrinth
Und wenn du über eine Expansion nachdenken: Expansion ohne Grenzen: Dein strategischer Leitfaden für Amazon PAN-EU (Update 2026)
Du weißt jetzt, wie der Amazon Abrechnungsbericht aufgebaut ist, wo die größten Risiken liegen und was korrekte Verbuchung bedeutet. Der logische nächste Schritt: den gesamten Prozess automatisieren.
Wie das von der Abrechnung bis zur Bilanz aussieht: Amazon Buchhaltung automatisieren 2026: Skalieren ohne Steuer-Chaos und Margenverlust
Bereit loszulegen? Amainvoice jetzt 14 Tage kostenlos testen – oder direkt zu den Preisen schauen.
Was ist der Amazon Abrechnungsbericht?
Der Amazon Abrechnungsbericht (auch: Settlement Report oder Flat File V2) ist eine Zusammenfassung aller Einnahmen und Ausgaben eines 14-tägigen Abrechnungszeitraums. Er enthält Verkäufserlöse, Retouren, FBA-Gebühren, Werbekosten und weitere Posten, die zur Sammelzahlung auf dein Bankkonto verrechnet werden.
Wie verbuche ich die Amazon-Auszahlung in der Buchhaltung?
Die Amazon-Auszahlung darf nicht als einzige Buchung erfasst werden. Jeder Einzelposten – Erlöse, Retouren, Gebühren – muss auf das jeweils korrekte Konto gebucht werden. Die Sammelüberweisung ist das Ergebnis dieser Saldierung. Ein GoBD-konformes System wie Amainvoice übernimmt diese Aufschlüsselung automatisch.
Was ist der Current Reserve Amount und wie wird er verbucht?
Der Current Reserve Amount ist ein Einbehalt, den Amazon zur Absicherung möglicher Rückerstattungen zurückhält. Er muss als Forderung auf einem Interimskonto (z. B. „Durchlaufende Posten") verbucht werden. Im nächsten Abrechnungszeitraum wird er als „Previous Reserve Amount Balance" ausgezahlt und das Interimskonto aufgelöst.
Kann ich die Vorsteuer auf Amazon-Gebühren geltend machen?
Seit August 2024 ja – die Amazon EU S.à r.l. stellt Gebührenrechnungen mit lokaler Umsatzsteuer aus. Voraussetzung für den Vorsteuerabzug: Die Rechnung muss alle Pflichtangaben gemäß § 14 UStG enthalten, insbesondere das Leistungsdatum. Fehlt dieses, kann das Finanzamt den Abzug versagen.
Warum stimmt der Amazon-Abrechnungsbericht nicht mit dem Kalendermonat überein?
Amazon rechnet in festen 14-Tage-Zyklen ab, die nicht an Monatsgrenzen ausgerichtet sind. Das führt zu einem sogenannten Perioden-Mismatch, der bei monatlicher Buchhaltung und Umsatzsteuervoranmeldung korrigiert werden muss. Amainvoice bereinigt diesen Mismatch automatisch durch regelbasierte Periodenabgrenzung.
Wofür brauche ich einen GoBD-konformen Ersatzbeleg?
Der Abrechnungsbericht selbst ist kein Primärbeleg im Sinne der GoBD. Für eine revisionssichere Buchführung – und um bei einer Betriebsprüfung kein Problem zu bekommen – brauchst du Ersatzbelege, die jede Transaktion nachvollziehbar dokumentieren. Amainvoice erstellt diese automatisch für jede Abrechnungsperiode.
Wie übergebe ich die Amazon-Buchhaltungsdaten an meinen Steuerberater?
Amainvoice bereitet alle Daten als DATEV-kompatiblen Buchungsstapel auf – inklusive Belegbilder. Der Steuerberater kann den Stapel direkt in DATEV importieren, ohne manuelle Nacharbeit. Das spart Zeit und senkt die Steuerberaterkosten.
Kann ich alle Umsatzsteuer-Meldungen bei Amazon PAN-EU über das OSS-Verfahren abwickeln?
Nein. Über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS) dürfen ausschließlich grenzüberschreitende Verkäufe an B2C-Endverbraucher im EU-Ausland gemeldet werden. Warenbewegungen zwischen den Amazon-Lagern (innergemeinschaftliche Verbringungen) sowie Verkäufe aus einem ausländischen Lager an Kunden im selben Land (Lokale Umsätze) können steuerlich nicht über den OSS abgewickelt werden. Hierfür sind weiterhin lokale Umsatzsteuerregistrierungen im jeweiligen Lagerland zwingend erforderlich.
Muss ich als Online-Händler ab 2025/2026 E-Rechnungen ausstellen?
Beim Verkauf an Privatkunden (B2C) ändert sich nichts; hier sind weiterhin einfache PDF-Rechnungen zulässig. Verkaufen Sie jedoch an Geschäftskunden (B2B, z. B. über Amazon Business), greift der gesetzliche Stufenplan: Seit Januar 2025 müssen Sie E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 (bei über 800.000 Euro Vorjahresumsatz) beziehungsweise ab Januar 2028 (für alle Unternehmen) müssen Sie Rechnungen im strukturierten XML-Format (z. B. ZUGFeRD oder XRechnung) aktiv ausstellen. Amainvoice unterstützt diese Formate vollautomatisch.
Kann ich Amainvoice auch mit der österreichischen BMD-Software nutzen?
Ja. Amainvoice bietet eine optimierte DATEV-Schnittstelle für BMD-Anwender in Österreich. Um BMD-interne Steuerautomatiken (wie die automatische Ermittlung ausländischer Umsatzsteuersätze und deren Deklaration im OSS-Verfahren) fehlerfrei anzusteuern, müssen beim Datenexport spezifische Einstellungen wie der Kontenrahmen SKR07 gewählt und bestimmte Kontenprüfungen konfiguriert werden.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Wende dich für deine individuelle Situation an einen qualifizierten Steuerberater.